Hamburg (ots)
Vor dem Hintergrund einer Vielzahl von Anrufen in der Rettungsleitstelle, bei denen es sich nicht um dringliche NotfĂ€lle handelt und die das System der Notfallversorgung zusĂ€tzlich belasten, hat die Feuerwehr Hamburg Anfang 2024 in Zusammenarbeit mit der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Hamburg eine öffentlichkeitswirksame Kampagne gestartet. Mit dem Slogan „116117 oder 112 – Die richtige Nummer im richtigen Moment“ soll die Bevölkerung fĂŒr dieses wichtige Thema sensibilisiert werden. Ziel der Kampagne ist es, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger ĂŒber den fĂŒr sie richtigen Zugang zur passenden medizinischen Versorgung aufzuklĂ€ren, Hilfeersuchen so an die richtigen Stellen zu leiten und damit eine effizientere medizinische Versorgung zu gewĂ€hrleisten. Die breit gefĂ€cherte Kampagne beinhaltet u.a. KurzfilmbeitrĂ€ge in den sozialen Medien, mehrsprachige Info-Flyer fĂŒr Patientinnen und Patienten, Schulungen in Wohneinrichtungen sowie mehrere Radiospots.
Ab sofort ist nun auch ein XXL-Bus des HVV mit der Botschaft der Kampagne auf Hamburgs StraĂen unterwegs. Die AuĂengestaltung des Linienbusses verdeutlicht im Sinne des Kampagnenziels den klaren Unterschied zwischen der Rufnummer des kassenĂ€rztlichen Bereitschaftsdienstes und der Notrufnummer fĂŒr Feuerwehr und Rettungsdienst in Hamburg.
„Krank und Praxis zu? – WĂ€hle die 116117“ sowie „Lebensbedrohlicher Notfall? – WĂ€hle die 112“ sind die beiden Hauptbotschaften, die durch den Bus in der Stadt verbreitet werden sollen. Eine markante farbliche Trennung in der Mitte des Busses verstĂ€rkt zudem die visuelle Unterscheidung der beiden Rufnummern. Darstellungen von Notfall- und Versorgungssituationen durch den Rettungsdienst und den Arztruf Hamburg verdeutlichen, welche Nummer in welcher Situation die richtige Wahl ist. ZusĂ€tzlich angebrachte QR-Codes ermöglichen es den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, sich auf den Seiten der KassenĂ€rztlichen Vereinigung und der Feuerwehr Hamburg ĂŒber die HintergrĂŒnde der Kampagne zu informieren.
Jörg Sauermann, Amtsleiter der Feuerwehr Hamburg: „Mit dem Bus erweitern wir unsere gemeinsame Kampagne mit der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Hamburg noch einmal. Wir wollen die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger unserer Stadt weiter dafĂŒr sensibilisieren, im richtigen Moment die richtige Nummer zu wĂ€hlen. Unser Ziel ist es, die Notfallrettung in Hamburg noch effizienter einzusetzen, um eine bestmögliche Versorgung zu gewĂ€hrleisten. Ich freue mich, dass wir die Botschaft jetzt auch gut sichtbar auf Hamburgs StraĂen verbreiten können.“
Caroline Roos, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KassenĂ€rztlichen Vereinigung Hamburg, erlĂ€utert den Unterschied zwischen dem Arztruf Hamburg und dem Rettungsdienst: „Als Faustregel gilt: Ist die Hausarztpraxis geschlossen, dann ist der Arztruf Hamburg und damit die 116117 die richtige Wahl. Besteht Lebensgefahr, ist der Rettungsdienst unter der 112 zustĂ€ndig. Gleichzeitig möchten wir mit der Kampagne deutlicher machen, welche Leistungen der Arztruf bietet. Nach einer medizinischen ErsteinschĂ€tzung durch medizinisches Fachpersonal erfahren Sie, wie dringend Ihr Anliegen ist – und erhalten anschlieĂend jederzeit und zeitnah die passende Hilfe: eine telefonische Ă€rztliche Beratung, einen Ă€rztlichen Hausbesuch, eine Versorgung in einer unserer Notfallpraxen oder die Vermittlung eines Termins in Hamburger Arztpraxen.“
Nun konnten die Feuerwehr Hamburg und die KassenĂ€rztliche Vereinigung den HVV-Bus persönlich in Empfang nehmen und ihn auf seine dreijĂ€hrige Reise durch das Hamburger Stadtgebiet schicken. Damit startet ein weiteres Highlight der Kampagne, das den wichtigen Appell abermals unterstreicht: Halten Sie die Leitungen fĂŒr lebensbedrohliche NotfĂ€lle frei!





Quelle: Feuerwehr Hamburg


