Am späten Sonntagabend gegen 22:30 Uhr wurden zahlreiche Einsatzkräfte zu einem Großbrand nach Bötersen alarmiert. Das Einsatzstichwort lautete „Brennt Wohngebäude – Menschenleben in Gefahr“.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein Unterstand bereits in Vollbrand. Ein darunter abgestellter Transporter wurde ebenfalls vollständig zerstört. Ein angrenzendes Zwischengebäude war bereits erheblich vom Feuer betroffen, zudem drohten die Flammen auf ein benachbartes Einfamilienhaus überzugreifen. Aufgrund der fortgeschrittenen Brandausbreitung war ein Innenangriff im Brandobjekt nicht mehr möglich. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daher zunächst auf den Schutz des Wohnhauses und errichteten eine Riegelstellung. Parallel wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren von außen aufgenommen.
Zur Unterstützung der örtlichen Feuerwehren kamen unter anderem die Drehleiter aus Rotenburg sowie ein Radlader zum Einsatz. Mit dessen Hilfe wurde die Dachhaut geöffnet, um versteckte Brandnester gezielt ablöschen zu können.
Die Energieversorger wurden ebenfalls zur Einsatzstelle beordert und schalteten unter anderem die Stromversorgung im betroffenen Bereich ab. Nach umfangreichen Löscharbeiten wurde das Brandobjekt abschließend unter Schaumeinsatz abgelöscht.
Da für die langwierigen Löscharbeiten zahlreiche Atemschutzgeräteträger benötigt wurden, erfolgte eine Nachalarmierung der Feuerwehren Sottrum und Reeßum. Mehrere Trupps gingen unter schwerem Atemschutz zur Brandbekämpfung vor.
Im Einsatz waren insgesamt zehn Feuerwehren mit mehr als 20 Fahrzeugen und rund 120 Einsatzkräften. Der Rettungsdienst war mit neun Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort. Zudem unterstützten der Kreisbrandmeister, Abschnittsleiter, die beiden Gemeindebrandmeister, die Einsatzleitgruppe der Samtgemeinde Sottrum sowie ein Kriseninterventionsteam zur psychosozialen Betreuung Betroffener und Angehöriger den Einsatz.
Aus der Samtgemeinde Sottrum waren die Ortsfeuerwehren Bötersen, Hassendorf, Höperhöfen, Reeßum, Schleeßel, Sottrum und Stapel im Einsatz. Ebenfalls beteiligt waren die Feuerwehren Waffensen, Borchel und Rotenburg.
Mehrere Anwohner unterstützten die Einsatzkräfte während des Einsatzes mit Getränken. Ein Feuerwehrangehöriger wurde vorsorglich durch den Rettungsdienst untersucht und zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht.
Zur Höhe des entstandenen Sachschadens sowie zur Brandursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen. Die Ermittlungen wurden von der Polizei aufgenommen.
Im Laufe des Tages wurden alle eingesetzten Geräte und Materialien gereinigt, überprüft und wieder einsatzbereit gemacht.




Quelle: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)

