Bermatingen (ots)
Am Freitagmittag (20. MĂ€rz 2026), kurz nach 13 Uhr, kam es in der RingstraĂe in Bermatingen (Bodenseekreis) zu einem Brand einer Werkstatt in einem Wohngebiet, der in Folge auf das dazugehörende Wohnhaus ĂŒbergriff. Schon auf der Anfahrt konnten die um 13.17 Uhr alarmierten EinsatzkrĂ€fte eine dichte schwarze Rauchwolke sehen und das Alarmstichwort erhöhen, um direkt weitere KrĂ€fte hinzuzuziehen.
Beim Eintreffen der EinsatzkrÀfte der Freiwilligen Feuerwehren Bermatingen und Markdorf stand der angebaute Carport- und Werkstattbereich mit zahlreichen FahrrÀdern bereits im Vollbrand. Personen waren zum Zeitpunkt des Brandausbruchs nicht anwesend, sodass die Feuerwehr sofort eine massive BrandbekÀmpfung mit mehreren Strahlrohren einleitete.
Als Schwierigkeit zeigte sich, dass die Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz in dem betreffenden Bereich nicht optimal war, weswegen die Schlauchwagen aus Markdorf und Salem, sowie Tanklöschfahrzeuge alarmiert wurde, um hier eine separate Löschwasserversorgung aufzubauen.
Zur EinsatzunterstĂŒtzung war auch der groĂe Einsatzleitwagen aus Friedrichshafen, der GerĂ€tewagen Atemschutz-Strahlenschutz aus Markdorf und Löschfahrzeuge der umliegenden Wehren mit vor Ort.
Starke KrĂ€fte des Rettungsdienstes und Helfer der Einsatzgruppen der Bereitschaften (EgB) des DRK aus Markdorf und Immenstaad standen zur Absicherung und Versorgung der EinsatzkrĂ€fte bereit. So wurde gegen spĂ€ter auch Verpflegung fĂŒr die eingesetzten Helfer bereitgestellt.
Leider konnte die Feuerwehr nicht verhindern, dass auch das DachstuhlgeschoĂ des GebĂ€udes, sowie ein auf dem NachbargrundstĂŒck geparkter WohnanhĂ€nger ein Raub der Flammen wurden. Verhindert werden konnte erfolgreich, dass das Feuer auf die NachbargebĂ€ude rechts und links und auf einen sich auf dem GrundstĂŒck befindlichen oberirdischen FlĂŒssiggastank ĂŒbergriff. Weiter wurden einige Gasflaschen aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde vorsorglich ĂŒber den Warndienst NINA eine Warnung an die Bevölkerung versandt, mit der Bitte Fenster und TĂŒren geschlossen zu halten. Gegen 15 Uhr war der Brand im Wesentlichen gelöscht. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Abend. Eine Brandwache blieb zur Sicherheit vor Ort.
Das GebÀude ist unbewohnbar, stark einsturzgefÀhrdet und kann vorerst nicht betreten werden. Zur Höhe des Sachschadens, wie auch zur Brandursache hat die Feuerwehr keine Kenntnisse. Hierzu hat der Polizeiposten Markdorf die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei geht in einer ersten SchÀtzung von einem Sachschaden von bis zu 700.000 EUR aus.
Die Feuerwehr war zeitweise mit bis zu 113 EinsatzkrĂ€ften und 19 Fahrzeugen vor Ort im Einsatz. Im Feuerwehrhaus Markdorf befand sich eine Bereitschaft zur Sicherstellung des Grundschutzes in der Region. Die RingstraĂe und zufĂŒhrenden StraĂen waren wegen der EinsatzmaĂnahmen zeitweise gesperrt.






Eingesetzte KrÀfte:
- Freiwillige Feuerwehr Markdorf
- Freiwillige Feuerwehr Salem
- Feuerwehr Friedrichshafen
- Stellv. Kreisbrandmeister Felix Engesser
- Kreisfeuerwehrpressesprecher
- Regelrettungsdienst
- EGB DRK Markdorf und Immenstaad
- ltd. Notarzt und OrgL
- Energieversorger

