Zahlreiche Feuerwehren im Löscheinsatz bei Scheunenbrand bei Hattenweiler

Heiligenberg (ots)

Zum Brand einer Scheune im Weiler Moos bei Hattenweiler (Gemeinde Heiligenberg) wurden am Donnerstagmorgen um 9.52 Uhr (3.Dezember 2020) die Freiwillige Feuerwehr Heiligenberg mit allen drei Abteilungen und die Freiwillige Pfullendorf (Landkreis Sigmaringen) mit dem Stichwort F2 alarmiert.

Kurz darauf wurde die Alarmierung von der Leitstelle Bodensee-Oberschwaben auf F3 ÖKONOMIE erhöht, und weitere Kräfte benachbarter Feuerwehren alarmiert. Da die Löschwasserversorgung in diesem Bereich sehr schlecht ist, waren zahlreiche Lösch- und Tanklöschfahrzeuge nötig, um eine ausreichende Wasserversorgung zu gewährleisten. So wurden längere Schlauchleitungen verlegt und mit den Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren aus Markdorf, Salem und Überlingen ein Pendelverkehr eingerichtet.

Dachstuhl der Scheune ausgebrannt

Die beiden Drehleitern aus Pfullendorf und Wilhelmsdorf unterstützten die Löscharbeiten von oben mit den Wassermonitoren. Da noch weitere Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle benötigt wurden, wurden mehrfach noch weitere Feuerwehreinsatzkräfte aus dem Nachbarlandkreis nachalarmiert, so dass insgesamt 110 Feuerwehrleute mit 26 Fahrzeugen eingesetzt waren. Das unbewohnte Lagergebäude, in dem landwirtschaftliche Maschinen und Güter gelagert waren, brannte am Dachstuhl weitgehend aus oder wurde durch die notwendigen Löschmaßnahmen beschädigt.

Den Feuerwehren gelang es jedoch ein Hackschnitzellager zu halten und die umliegenden Gebäude zu schützen. Verletzt wurde bei den Löscharbeiten niemand. Die alarmierte Schnelleinsatzgruppe des DRK mit 18 Helfern stelle die medizinische Betreuung der Einsatzkräfte sicher und überwachte die eingesetzten Atemschutzgeräteträger. Mit dem DRK-Verpflegungsmobil wurden, bei Temperaturen nur knapp über dem Gefrierpunkt, die Einsatzkräfte mit warmen Getränken und Suppe versorgt.

Gegen 12.20 Uhr war das Feuer unter Kontrolle, die Nachlöscharbeiten zogen sich noch bis in den Nachmittag. Hier konnten dann auch einige Feuerwehren aus dem Einsatz entlassen werden. Zur einfacheren Kontrolle des Gebäudes, auch mit Wärmebildtechnik, kam die Drohne der Drohnengruppe der Feuerwehr Pfullendorf zum Einsatz.

Während des Einsatzes war die Kreisstraße K7767 zwischen Hattenweiler und Unterrhena gesperrt. Zur Schadensursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgeommen und den Sachschaden auf vorläufig 150.000 EUR geschätzt.

Einheiten vor Ort:

   - Freiwillige Feuerwehr Heiligenberg
   - Freiwillige Feuerwehr Pfullendorf (SIG)
   - Freiwillige Feuerwehr Salem
   - Freiwillige Feuerwehr Überlingen
   - Freiwillige Feuerwehr Markdorf
   - Freiwillige Feuerwehr Wilhelmsdorf (SIG)
   - Freiwillige Feuerwehr Illmensee (SIG)
   - Freiwillige Feuerwehr Frickingen
   - Freiwillige Feuerwehr Denkingen (SIG)
   - DRK Rettunsgdienst und SEG
   - Kreisbrandmeister Schörkhuber
   - Stellv. Kreisbrandmeister Dagobert Heß
   - Kreisfeuerwehrpressesprecher
   - Bürgermeister Frank Amann, Heiligenberg
   - Ordnungsamt Heiligenberg
   - Landespolizei

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Bodenseekreis e. V.