Sturmtief „Nadia“ sorgt auch in der Landeshautptstadt Dresden für einige Einsätze

Dresden (ots)

Nachdem der Deutsche Wetterdienst für dieses Wochenende vor Sturm- und Orkanböen gewarnt hat, beobachtet die Feuerwehr Dresden die Wetterlage des Sturmmtief „Nadia“ in der Landeshauptstadt Dresden genau. Während die Kolleginnen und Kollegen in den nördlicher gelegenen Landesteilen in der vergangenen Nacht alle Hände voll zu tun hatten, war die Einsatzlage in Bezug auf wetterbedingte Einsätze in der Landeshauptstadt Dresden bislang überschaubar.

In der Nacht vom Samstag zu Sonntag wurden die Einsatzkräfte zu insgesamt fünf sturmbedingten Einsätzen alarmiert. Beispielsweise drohte gegen 21 Uhr das Zelt eines Corona-Schnelltestzentrums auf der Prager Straße vom Sturm weggerissen zu werden. Sechs Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Altstadt sicherten das Zelt mit Gewichten und Spanngurten und konnte die Gefahr bannen.

Um 21:13 Uhr rückten acht Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt auf die Fritz-Reuter-Straße aus. Dort drohte eine Satellitenschüssel vom Dach eines Wohngebäudes zu stürzen. Die Kollegen forderten die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache Löbtau nach, weil eine gefahrlose Bergung mit den vorhandenen Mitteln nicht möglich war.

Durch das besondere Knickelement der Drehleiter aus Löbtau gelang es den Einsatzkräften, gefahrlos an das absturzgefährdete Objekt zu gelangen und es sicher nach unten zu bringen. Leider verzögerten zahlreiche geparkte PKW den Einsatz der Drehleiter. Für dieses Fahrzeug muss immer ausreichend Stellfläche vorhanden sein. Die Polizei unterstützte bei der Halterermittlung, so dass nach einiger Zeit die Fahrzeuge von den Besitzern aus dem Weg gefahren werden konnten.

Der Sturm lässt auch heute Morgen nicht nach und nimmt offenbar noch einmal richtig Fahrt auf. So sind die Männer und Frauen von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr seit mehreren Stunden an unterschiedlichen Einsatzstellen im Stadtgebiet im Einsatz. Bisher galt es sechs umgestürzte Bäume zu beseitigen, mehrere Verkehrsschilder bzw. Werbe- oder Warntafeln aus dem Verkehrsbereich zu entfernen oder lose Verkleidungen von Balkonen bzw. Baugerüsten zu sichern. Auf der Freystraße ist heute Morgen um 8 Uhr eine etwa 12 Meter hohe Kiefer in die Oberleitung der Straßenbahn gestürzt.

Gemeinsam mit den Experten der Dresdner Verkehrsbetriebe haben Einsatzkräfte der Stadtteilfeuerwehr Niedersedlitz und der Feuer- und Rettungswache Striesen die Gefahr beseitig, so dass der Verkehr wieder rollen kann. Nach wie vor gehen immer wieder neue Notrufe in der Integrierten Regionalleitstelle ein. Wir gehen davon aus, dass die Wetterlage bis zum Abend andauern wird und sind dahingehend sehr gut vorbereitet. Neben den Sturmeinsätzen hat die Feuerwehr an diesem Wochenende bisher fünf Brandeinsätze durchgeführt und rückte zu fünf Fehlalarmen durch automatische Brandmeldeanlagen aus.

Der Rettungsdienst wurde an diesem Wochenende bislang 351 Mal alarmiert. In 123 Fällen kam ein Notarzt zum Einsatz. Vier Mal musste der Rettungshubschrauber Christoph 38 innerhalb der Stadt eingesetzt werden. Weiterhin wurden 235 qualifizierte Krankentransporte durchgeführt.

Quelle: Feuerwehr Dresden

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