Großbrand in Industriegebiet. Ein schwer Verletzter.

Großbrand in Simmersfelder Industriegebiet Starker Feuerschein zu Beginn des Einsatzes. (Foto: Kreisfeuerwehrverband Calw | Udo Zink)

Simmersfeld (Kreis Calw) (ots)

Ein schwer verletzter Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma zwei leicht verletzte Feuerwehrangehörige bei Großbrand in Simmersfelder Industriegebiet. Gegen 02.00 Uhr am frühen Montagmorgen alarmierte die integrierte Leitstelle (ILS) in Calw die Feuerwehr und Rettungskräfte zu einem Großbrand in die Albblickstraße.

Mehrere hundert Grad in Industriegebiet

In diesem Industriegebäude gerieten, aus bis jetzt unbekannter Ursache, mehrere tausend Liter Lösungsmittel in Brand. Hier herrschten Temperaturen vom mehreren hundert Grad. Diese verteilten sich in dem Gebäudeteil und musste mit einem massiven Schaumangriff bekämpft werden um eine weitere Ausbreitung in dem Gebäude zu verhindern.

Parallel wurde die stark brennende Fassade und das Dach mittels zweier Drehleitern und einem Wasserwerfer gelöscht. Gegen 04.15 Uhr konnte Feuer unter Kontrolle gemeldet werden. Um 05.20 Uhr war das Feuer von den insgesamt 13 Atemschutztrupps gelöscht und die sich dann auf das ablöschen einzelner Glutnester konzentrieren konnten.

Schaumteppich gegen Brandausbreitung

„Durch die kurzzeitig große Hitzeentwicklung im Gebäude bestand die Gefahr der Ausbreitung im Gebäude, was die eingesetzten Feuerwehrkräfte mit einem Schaumteppich gut und schnell bekämpfen konnten. Ebenfalls hat die Zusammenarbeit der insgesamt sieben Feuerwehren, der technischen Einsatzleitung und der fünf gebildeten Einsatzabschnitte sehr gut funktioniert“, so Einsatzleiter Jürgen Waidelich.

Der Rettungsdienst und die DRK-Ortsvereine Neubulach/ Neuweiler, Nagold/ Wildberg und Rohrdorf/ Ebhausen standen als Sanitätsdienst bereit und übernahmen für alle Kräfte die Versorgung mit Getränken.

Durch die außergewöhnliche Anhäufung an Großbränden am vergangenen Wochenende wurde in der Feuerwehrwerkstatt des Landkreises Calw die Atemschutzgeräte knapp. Deshalb wurde die Entscheidung gefällt den Gerätewägen Atemschutz vom Landkreis Freudenstadt nachzufordern. Der Energieversorger „NetzeBW“ musste den gesamten Straßenzug stromlos schalten somit war die Unfallgefahr im Gebäude gebannt. Auch die „Schwarzwald-Wasserversorgung“ war im Einsatz und sorgte dafür, dass mit verschiedenen Maßnahmen ausreichend Löschwasser zur Verfügung stand.

Polizei ermittelt

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Schadensursache aufgenommen. Die Schadenshöhe dürfte sich auf mehrere Millionen Euro belaufen.

Die Feuerwehr war rund 150 Feuerwehrkräften mit rund 30 Fahrzeugen im Industriegebiet im Einsatz. Der Rettungsdienst und die drei DRK-Ortsvereine waren mir 25 Kräften und 10 Fahrzeugen am Einsatzort. Die Polizei mit vier Beamten und zwei Fahrzeugen. „NetzeBW“ und „Schwarzwald-Wasserversorgung“ mit 4 Kräften und drei Fahrzeugen.

Quelle: Kreisfeuerwehrverband Calw e.V.

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